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Neue Gruppenvergewaltigung schockiert Indien

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Neue Gruppenvergewaltigung schockiert Indien

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Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Indien hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet. Vier weitere mutmaßliche Täter seien identifiziert, aber noch auf der Flucht, so die Behörden. Die Männer hatten gestern eine 22-jährige Fotografin vergewaltigt, die mit einem Kollegen ein Fotoshooting in einer stillgelegten Fabrik in Mumbai machte. Ihr Begleiter wurde zusammengeschlagen und gefesselt.

Die junge Frau ist im Krankenhaus, ihr Zustand sei stabil, hieß es von dort. Der Fall sorgt auch deshalb für besondere Aufmerksamkeit, weil Mumbai eigentlich als relativ sichere Stadt für Frauen gilt.

Eine Passantin: “Wir waren immer stolz darauf, in einer sehr sicheren Stadt zu leben. Was da passiert ist, kann ich einfach nicht verstehen. Was geht durch die Köpfe von solchen Leuten, wenn sie sich derart gegenüber Frauen, Kindern, anderen Menschen verhalten.”

Im Dezember vergangenen Jahres war eine 23-jährige Studentin in der Hauptstadt Neu Delhi in einem Bus entführt, vergewaltigt und mit einer Eisenstange gefoltert worden. Sie starb an den Verletzungen. Das Verbrechen löste landesweite Proteste aus, die Gesetze wurden verschärft. Viele Menschen klagen allerdings, seither habe sich nichts geändert.

Erst am Donnerstag berichtete die Nachrichtenagentur IANS von der Vergewaltigung einer 22-Jährigen in Neu Delhi. Sie sei von zwei Männern, die sie vor ein paar Monaten kennengelernt hatte, in ihrem Haus überfallen und dann abwechselnd sexuell attackiert worden. Am Mittwoch machte der Fall einer Achtjährigen aus Orissa Schlagzeilen. Das Mädchen soll in einem Slum in Bhubaneswar vergewaltigt und dann erwürgt worden sein.

Mit dpa, Reuters, AFP