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Protest gegen Einsparungen im griechischen Gesundheitswesen

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Protest gegen Einsparungen im griechischen Gesundheitswesen

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Ärzte, Krankenschwestern, Krankenhausmitarbeiter – sie alle demonstrieren in Athen und in Saloniki. Als Teil des Sparprogramms im hoch verschuldeten Griechenland werden auch Krankenhäuser geschlossen oder zusammengelegt, andere sollen nur noch tagsüber betrieben werden, als eine Art Ärztezentrum.

“Wir kämpfen dafür, dass die Leute weiter Zugang zu Krankenhäusern haben”, sagt ein Arzt; “dass keine Betten abgebaut werden, dass keine Krankenhäuser schließen. Wir kämpfen auch für unsere Stellen, für bessere Bedingungen in staatlichen Krankenhäusern und für freie Gesundheitsversorgung für alle.”

Patienten sehen sich von den Einsparungen ebenso betroffen: “Ich bin Epileptiker”, sagt ein Mann; “seit meiner Geburt und bis zu meinem Tod brauche ich meine Medikamente, und bis vor fünf, sechs Monaten waren sie umsonst. Jetzt muss ich 25 Prozent zuzahlen.”

Viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind inzwischen in eine Art Personalreserve für den öffentlichen Dienst versetzt worden. Dort können sie aber höchstens acht Monate lang versuchen, eine neue Stelle zu finden – dann werden sie doch emtlassen.