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Russlands Osten versinkt im Hochwasser

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Russlands Osten versinkt im Hochwasser

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Im Osten von Russland geht der Kampf gegen das Hochwasser weiter. Es sind die schwersten Überschwemmungen, die die Region seit 120 Jahre gesehen hat. Gut 24.000 Menschen im Krisengebiet um Chabarowsk mussten ihre Wohnungen verlassen, mehr als 5000 Häuser in 120 Ortschaften stehen unter Wasser.

Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Mehr als 10.000 Menschen versuchen, mit Sandsäcken und schwerer Technik der Fluten Herr zu werden. Auch die Armee ist im Einsatz. Derweil steigt das Wasser immer weiter.

Denis Iljinow von den Rettungsdiensten der Region Chabarowks: “Die Experten gehen davon aus, dass die Pegelstände um den 25. August herum ihren Höchststand erreichen werden. Das heißt aber nicht, dass das Wasser danach sofort zurückgeht. Es wird eine Weile hoch bleiben und nur langsam sinken.”

Betroffen ist die Region entlang des Amur-Flusses an der Grenze zu China. In Chabarowsk ist die Rekordmarke von sieben Metern bereits überschritten, erwartet werden deutlich über acht Meter.

Grund für die Überschwemmungen ist vor allem wochenlanger Dauerregen. Viele Staudämme sind vollgelaufen und müssen Wasser ablassen. Auch Millionen Hektar Ackerland stehen unter Wasser, die Ernteausfälle sind enorm. Demnächst will Kremlchef Wladimir Putin mit einigen Ministern die gut 6000 Kilometer von Moskau entfernte Region besuchen.

Mit dpa, AFP, Reuters

Zusatzinfos

Luftaufnahmen der Überschwemmungen bei Chabarowsk