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Tripoli: Anschlag auf sunnitische Moscheen

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Tripoli: Anschlag auf sunnitische Moscheen

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Zwei sunnitische Moscheen in der libanesischen Stadt Tripoli sind am Freitag das Ziel von Bombenanschlägen gewesen. Mindestens 47 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein, laut Angaben des Roten Kreuzes wurden zudem über 500 Personen verletzt. Die Sprengsätze detonierten, als die Menschen nach dem Freitagsgebet die Moscheen verließen. Dieser Terroranschlag kommt nur wenige Tage nach der Explosion einer Autobombe in einem Vorort Beiruts, bei dem 24 Menschen ums Leben kamen. Dieser Vorort ist eine Hochburg der schiitischen Hisbollah-Bewegung. Auch wenn die Hisbollah behauptet mit dem neuerlichen Anschlag in Tripoli nichts zu tun zu haben, hat sich der Konflikt zwischen den islamischen Religionsgruppen der Sunniten und Schiiten im Libanon verschärft. Grund dafür ist auch der Krieg in Syrien. Der dortige Machthaber Baschar al-Assad hat es mit einem großteils sunnitischen Aufstand zu tun. Die schiitische Hisbollah unterstützt vom Libanon aus den syrischen Präsidenten, die meisten libanesischen Sunniten sympathisieren dagegen mit den Rebellen. Der Parlamentsabgeordnete Chalid al-Daher sagte nach Angaben libanesischer Medien, er wolle nicht ausschließen, dass das syrische Regime an diesem Verbrechen beteiligt sei, um von den Massakern in Syrien abzulenken.