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Libanon: Trauer und Angst nach Bombenanschlägen

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Libanon: Trauer und Angst nach Bombenanschlägen

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Der Libanon trauert um die Opfer der Doppelanschläge auf zwei Moscheen in Tripoli. Im gesamten Land herrschte am Samstag Staatstrauer. Geschäfte und Betriebe blieben geschlossen. Zahlreiche Menschen nahmen an der Trauerfeier für zwei Anschlagsopfer teil. Unter ihnen der sunnitische Geistliche Dai Al-Islam Al-Ahahhal. Bewaffnete schossen während der gesamten Zeremonie in die Luft.

Unterdessen wächst im Land die Angst vor einem neuen Bürgerkrieg. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden landesweit verschärft. Der scheidende Ministerpräsident Najib Mikati sagte im Fernsehen: “Wir sind ziemlich sicher, dass hinter den Vorfällen in Beiruts südlicher Vorstadt und gestern in Tripoli dieselben Personen stecken. Wir rufen nicht zur Versöhnung auf, noch beschuldigen wir uns gegenseitig, Bomben zu legen. Aber wir müssen zusammenstehen, um jede Lücke zu füllen, die entstehen könnte.”

Terroristen hatten am Freitag vor sunnitischen Moscheen zwei Sprengsätze gezündet. Dabei kamen mindestens 45 Menschen ums Leben. Erst kürzlich waren 24 Menschen in einer Hochburg der schiitischen Hisbollah-Bewegung bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Die Hisbollah hatte nach dem Anschlag Rache geschworen. Die Anschläge in Tripoli hat sie aber verurteilt.