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NSA bezahlte US-IT-Firmen fürs Ausspionieren ihrer Kunden

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NSA bezahlte US-IT-Firmen fürs Ausspionieren ihrer Kunden

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Der US Geheimdienst NSA hat führenden amerikanischen IT-Unternehmen, darunter Google, Yahoo, Microsoft und Facebook mehre Millionen Dollar für das Ausspionieren ihrer Kunden gezahlt. Wie der Guardian berichtet erfolgten die Zahlungen, nachdem das geheime US-Sondergericht für Auslandsspionage geurteilt hatte, durch die Unfähigkeit der NSA rein inneramerikanische Kommunikation von grenzüberschreitender zu trennen, sei die US-Verfassung verletzt worden. Daraufhin wurden die US-Unternehmen entschädigt. Das geheime Urteil aus dem Oktober 2011 wurde jetzt von der US-Regierung freigegeben.

Nachdem David Miranda, der brasilianische Lebensgefährte eines Guardian-Journalisten bei einer Zwischenlandung in London mehrere Stunden unter Anwendung der Anti-Terrorgesetze festgehalten wurde, und die Zeitung gezwungen wurde mehrere Computer zu zerstören, macht der Guardian jetzt einen Teil seiner Informationen der New York Times zugänglich.

Unklar ist, wer hinter der Enthüllung des Independet steckt, Großbritannien betreibe einen streng geheimen Spähposten im Nahen Osten. Über das Anzapfen von Unterseekabeln werde praktisch der gesamte Datenverkehr der ganzen Region überwacht. Edward Snowden ließ verlauten, er habe nicht mit dem Independent zusammengearbeitet. Die Informationen kämen womöglich aus britischen Regierungskreisen, die so die Medien des Geheimnisverrats bezichtigen könnten werden. “Die Regierung tut das, wofür siejeden Privatmann einer kriminellen Handlung bezichtigen würde”, heißt es in Snowdens Erklärung.