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Putin verbietet Demonstrationen in Sotschi

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Putin verbietet Demonstrationen in Sotschi

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Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat über Sotchi für die Zeit der Olympischen Winterspiele ein Demonstrationsverbot verhängt. Erlaubt sind nur Kundgebungen, die einen sportlichen Hintergrund haben. Der Ukas 686 gilt vom 7. Januar bis 21. März 2014. Dem Dekret zufolge wird um den Veranstaltungsort der Winterspiele und der anschließenden Paralympics eine Sicherheitszone eingerichtet. Kontrollen von Menschen und Fahrzeugen sind jederzeit möglich.

Zuletzt hatten unter anderem Vertreter von Schwulen- und Lesbenorganisationen zu Demonstrationen gegen das umstrittene Verbot der öffentlichen Darstellung von Homosexualität in Sotschi aufgerufen.

Der stellvertretende Ministerpräsident Dimitri Kosak sicherte dem Internationalen Olympischen Komitee zu, dass sich Russland selbstverständlich der Olympischen Charta und ihrer Prinzipien zu unterwerfen. Diese schlössen, so des IOC “jede Form der Diskriminierung aufgrund Rassenzugehörigkeit, Religion, politischen Haltung oder auch sexuellen Orientierung aus”.

Nachdem die schwedische Hochspringerin Emma Green Tregaro und die Läuferin Moa Hjelmer bei der Leichtathletik-WM in Moskau aus Protest ihre Fingernägel in Regenbogenfarben lackiert hatten, hat das schwedische olympische Komitee hat den Sportlerinnen und Sportlern derartige Proteste in Sotschi ausdrücklich untersagt.