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Deutschland will in Syrien nicht länger zuschauen

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Deutschland will in Syrien nicht länger zuschauen

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Der Bürgerkrieg in Syrien spaltet die internationale Gemeinschaft. Einzig Russland hält weiter zu Syriens Machthaber Baschar al Assad. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, der Giftgaseinsatz bei Damaskus sei vermutlich von Rebellen inszeniert.
“Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass die Meldung über einen Giftgasangriff just dann auftauchte, als die Amerikaner und die Russen sich auf die Syrienkonferenz in Genf vorbereiteten. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Aufregung um diesen angeblichen Angriff dem geplanten Gipfel geschadet haben,” so Lawrow.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle setzt sich für eine deutliche Antwort der internationalen Gemeinschaft ein. Er erklärte bei einer Konferenz deutscher Botschafter in Berlin, der Einsatz von chemischen Massenvernichtungswaffen wäre “ein zivilisatorisches Verbrechen”. “Wenn sich ein solcher Einsatz bestätigen sollte, muss die Weltgemeinschaft handeln. Dann wird Deutschland zu denjenigen gehören, die Konsequenzen für richtig halten.”

Assad warnte die USA und den Westen vor einer Militäroffensive in Syrien. Er sagte der russischen Zeitung Iswestija, die USA würden in seinem Land genau wie im Vietnam und anderen früheren Kriegen einen Fehlschlag erleiden.