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Erste Festnahme im Kali-Krimi

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Erste Festnahme im Kali-Krimi

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Der Streit zwischen Russland und Weißrussland nach dem Ende des Kali-Kartells der beiden Länder eskaliert. Der Chef des russischen Bergbaukonzerns Uralkali ist in Weißrussland festgenommen worden. Wladislaw Baumgertner wird “Machtmissbrauch” vorgeworfen.

Nach Firmenangaben hatte er in der weißrussischen Hauptstadt Minsk Ministerpräsident Michail Mjasnikowitsch getroffen und war danach am Flughafen festgesetzt worden.

Uralkali hatte im Juli überraschend die Allianz mit der weißrussischen Belaruskali im gemeinsamen Handelskonsortium BPC beendet. Es steht für 43 Prozent der weltweiten Kali-Exporte. Die Partnerschaft hatte acht Jahre lang gehalten. Jetzt wird mit einem Preisrutsch von bis zu 25 Prozent gerechnet.

Als Grund für den epochalen Schwenk nannte Uralkali-Chef Wladislav Baumgertner, dass Diktator Alexander Lukaschenko im Dezember des Vorjahrs einen Erlass unterzeichnete, wonach Belaruskali seinen Dünger auch unter Umgehung der Allianz über unabhängige Händler abwickeln könne.

Der Aktienkurs der deutschen Kaliproduzenten K+S geriet deutlich unter Druck – nach der Festnahme sprang er nach oben.

Kalium ist neben Stickstoff und Phosphat einer der Hauptbestandteile von Düngemitteln.

Laut Uralkali könnte der Kali-Preis bis Ende 2013 unter die Marke von 300 Dollar je Tonne fallen. Momentan liegt der Preis bei rund 400 Dollar pro Tonne.

Mit Reuters

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