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Fremdenverkehr in Ägypten durch Unruhen schwer getroffen

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Fremdenverkehr in Ägypten durch Unruhen schwer getroffen

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Die Unruhen in Ägypten treffen eine der wichtigsten Branchen schwer: den Tourismus.
Das deutsche und das österreichische Außenministerium raten inzwischen im Wesentlichen von allen Reisen nach Ägypten ab – auch in die Urlaubsorte am Roten Meer, wie zum Beispiel Hurghada. Ebenso hält es das Außendepartement in der Schweiz.

Nicht alle lassen sich aber davon schrecken: “Hübsch hier”, sagt ein deutscher Urlauber,
der vor Hurghada mit drei Freunden auf einem Boot schaukelt. “Das Hotel ist gut, der Strand ist gut, das Meer ist wunderbar, es gefällt mir hier.”

Allerdings sind es nur wenige, die allen schlechten Nachrichten zum Trotz jetzt noch hierherkommen, um einen unbeschwerten Sonnenurlaub zu verbringen. Das Hauptargument vor Ort: Man sei hier doch weit weg von den Unruhen mit ihren Hunderten von Toten.

Auch Ägyptens Fremdenverkehrsminister wirbt genau damit für die Urlaubsgegend am Roten Meer – wenn schon nicht viel anderes bleibt. Man sei hier viele hundert Kilometer entfernt von Kairo, wo es unruhig zugehe, sagt Hischam Sasu. Man könne mit eigenen Augen sehen, dass es sicher sei – und die Regierung sei auch sehr darauf bedacht, dass das so bleibe.

Trotzdem machen die Bilder der letzten Wochen von Unruhen und Straßenschlachten Eindruck – zumal auch weitab von den Krisenherden keiner völlige Sicherheit garantieren kann. Manche Hotels am Roten Meer haben angesichts der Lage zum Sommer gar nicht erst aufgemacht. Am ehesten kommen zur Zeit noch krisenmüde Ägypter aus anderen Landesteilen, vor allem aus der Hauptstadt Kairo – gelockt auch durch Preisnachlässe.