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Giftgasvorwürfe: Der Westen schließt die Reihen

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Giftgasvorwürfe: Der Westen schließt die Reihen

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US-Präsident Barack Obama hat eine “ernste Antwort” angekündigt, sollten sich die Vorwürfe gegen die syrische Regierung, Giftgas eingesetzt zu haben, bestätigen. Das gab Obama nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister David Cameron am Sonntag in Washington bekannt.

Dessen Außenminister William Hague ließ am Sonntag keinen Zweifel daran, wen man in London des Einsatzes von Chemiewaffen für schuldig hält. “Für die britische Regierung ist klar, dass es das Regime Assads war, das diese Angriffe mit chemischen Waffen im großen Stil durchgeführt hat. Alle Hinweise deuten in diese eine Richtung. Durch Augenzeugen wissen wir, dass sich zum Zeitpunkt der Giftgasangriffe genau die fraglichen Gebiete unter Beschuss durch die Streitkräfte befanden”, so Hague.

Vorsichtiger äußerte sich Frankreichs Außenminister Laurent Fabius in Jerusalem: “Sobald die Vorwürfe unwiderlegbar bewiesen sind, wird es notwendigerweise eine Antwort geben. Und ich habe von Anfang an gesagt, dass diese Antwort stark sein muss. Wie genau das aussehen könnte, werde ich ihnen nicht heute abend sagen können.” Auch Paris und Berlin hatten sich zuvor telefonisch abgestimmt.

In einem Interview mit dem libanesischen Fernsehen drohte unterdessen der syrische Informationsminister mit einem Vergeltungsschlag, sollten die USA bewaffnet in den Syrienkonflikt eingreifen.