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Japans Kampf gegen die "Fuku-Leaks"

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Japans Kampf gegen die "Fuku-Leaks"

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Nach dem Auslaufen großer Mengen hoch radioaktiven Wassers am Katastrophenreaktor Fukushima hat die japanische Regierung den Betreiber Tepco kritisiert und rasche Gegenmaßnahmen angekündigt. Die Regierung werde einschreiten und die Kontrolle aller Wassertanks am Atomkraftwerk übernehmen, damit nicht erneut verseuchte Flüssigkeit austrete, kündigte Industrieminister Toshimitsu Motegi bei einem Besuch in Fukushima an.

“Bisher haben wir – was die Frage des kontaminierten Wassers angeht – alles der Betreiberfirma TEPCO überlassen. Doch die hat sich nicht ausreichend gekümmert. Daher wird sich nun die Regierung der Sache annehmen.”

Das Fischereiverbot vor der Küste von Fukushima ist ausgeweitet und auf unbestimmte Zeit verlängert worden. Die Fischer haben nun selbst die Initiative ergriffen und Labors mit Analysen der Fische beauftragt.

“Der Reaktor musste gekühlt werden, sonst wäre er explodiert. Die Betreiber aber reagieren immer zu spät, bei allem, was sie tun. Wir sagen, leitet kein versechtes Wasser ins Meer – sie machen es trotzdem. Wir können ihnen daher nicht trauen.”

Vorige Woche war an der Kraftwerks-Ruine Fukushima 1 ein Leck an einem Wassertank entdeckt worden. Die Aufsichtsbehörde schätzt, 300 Tonnen hochradioaktives Wasser seien in den Pazifik geflossen.