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Slowenien und die schwierige Vergangenheit

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Slowenien und die schwierige Vergangenheit

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In Slowenien hat eine Gedenkveranstaltung zum 70.Jahrestag der Gründung der “Domobranci” für heftige politische Auseinandersetzungen gesorgt. Die “Domobranci”, auch “weiße Garde” genannt, kämpften während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gebiet des heutigen Slowenien gegen die kommunistischen Partisanen.

Janez Janša, slowenischer Ex-Ministerpräsident, betonte auf der Gedenkveranstaltung, Widerstand gegen jede Form von Totalitarismus sei legitim. Es gehe um Versöhnung, nicht um den Kampf zwischen “Domobranci” und Kommunisten. Janša warf diesen vor, den Konflikt vor rund 70 Jahren heute zu Propagandazwecken zu missbrauchen. Tatsächlich hätten Kommunisten Tausende “Domobranci” ermordet.

Am Rande der Veranstaltung kam es zu Protesten. Igor Lukšič, Chef der slowenischen Sozialdemokraten, warf Janša vor, seine Partei habe sich von einer anti-kommunistischen zu einer pro-faschistischen gewandelt.