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Börsen zittern vor US-Militärschlag gegen Syrien

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Börsen zittern vor US-Militärschlag gegen Syrien

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An den Börsen rund um den Globus regiert die Furcht vor einem US-Militärschlag gegen Syrien: Asiatische und europäische Aktienbörsen rutschten ins Minus, Anleger zogen sich aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines Angriffs zurück.

Laut US-Außenminister John Kerry sind die USA so gut wie überzeugt, dass das Regime in Damaskus Giftgas eingesetzt hat.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte berichtet, dass am Mittwoch binnen weniger Stunden mehrere Tausend Menschen mit Symptomen einer Nervengasvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert worden seien, Hunderte starben.

Je näher die Börsen an Syrien, desto höher die Verluste: Hongkong und Tokio fielen um rund 0,6 Prozent. Dubai brach um mehr als 7 Prozent ein, danach kamen Saudi-Arabien (- knapp 4 ), Abu Dhabi (- knapp 3) oder Istanbul (- 2,4%) oder Israel.

In Europa gaben EuroStoxx50 und der deutsche Dax mehr als 1,5 Prozent nach. Im Gegenzug schossen die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx – sie messen die Nervosität der Anleger – um etwa 15 Prozent nach oben.

“Viele Fondsmanager haben ihre Renditeziele für das Jahr bereits erreicht.” Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. mahnte zur Besonnenheit. “Kritisch wird es erst, wenn Iran und Russland mit wirtschaftlichen Konsequenzen auf ein Eingreifen der USA in Syrien reagieren würden.”

Unter Verkaufsdruck gerieten auch viele Währungen, vor allem aus Schwellenländern. Der Euro hielt sich in etwa bei 1,334 Dollar. Öl und Gold wurden teurer.

Mit Reuters, dpa