Eilmeldung

Eilmeldung

Militärschlag gegen Syrien: Alle warten auf Obamas Befehl

Sie lesen gerade:

Militärschlag gegen Syrien: Alle warten auf Obamas Befehl

Schriftgrösse Aa Aa

Das US-Militär ist offenbar zu einem Schlag gegen Syrien bereit. Verteidigungsminister Chuck Hagel teilte mit, die Armee warte nur noch auf die Anordnung von US-Präsident Barack Obama. Experten rechnen damit, dass Obama, bevor er den Befehl zu einem Militäreinsatz gibt, noch Rücksprache mit dem Kongress halten wird.

Die USA wollen mit einer “Koalition der Willigen” zur Tat schreiten. Auf die Unterstützung von Großbritannien und der Türkei können sie auf jeden Fall zählen. Russland, China und der Iran, die zu Syriens Machthaber Baschar al Assad halten, warnen vor katastrophalen Folgen.

Bei einem Treffen in Jordanien verständigten sich führende Militärs aus zehn westlichen und arabischen Staaten darauf, dass ein möglicher Angriff auf Syrien nur begrenzte Ziele verfolgen sollte. Die Nato hat an diesem Donnerstag in Brüssel ein Treffen zur Lage in Syrien anberaumt.

Die USA und ihre Alliierten hatten schon vor dem Giftgasangriff ihre Präsenz in der Region verstärkt. Nach einer Militärübung in Jordanien haben die USA Hunderte Soldaten sowie Kampfjets und Raketen im Land gelassen.

Die USA könnten Marschflugkörper – aus sicherer Entfernung von im Mittelmeer kreuzenden Zerstörern und U-Booten abfeuern.
Großbritannien hat nach Informationen aus Militärkreisen seit Monaten ein U-Boot in der Region, das einsatzbereit ist. Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle wurde jüngst generalüberholt. Er befindet sich im Hafen von Toulon in Südfrankreich und könnte innerhalb von drei Tagen vor den Küsten Syriens sein. Frankreich hat zudem Kampfflugzeuge des Typs Rafale und Mirage in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stationiert.

Man geht davon aus, dass die Luftschläge vor allem syrischen Militärflughäfen und Flugabwehrgeschützen gelten werden.