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"Unbestreitbare Vorwürfe" - USA erhöhen Druck auf Assad

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"Unbestreitbare Vorwürfe" - USA erhöhen Druck auf Assad

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Die USA sind überzeugt, dass die syrische Regierung mit Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung vorgegangen ist. Die Vorwürfe seien “unbestreitbar”, sagte US-Außenminister John Kerry am Montag in Washington und warf dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad vor, Beweise zu vertuschen.

Das wahllose Abschlachten der Zivilbevölkerung, von Frauen, Kindern und unschuldigen Passanten durch den Einsatz chemischer Waffen sei eine moralische Obszönität, so Kerry weiter. Unter allen Umständen sei dies unentschuldbar und trotz aller Erklärungen und Ausflüchte nicht mehr zu leugnen.

Rückendeckung erhält Damaskus aus Moskau Staatspräsident Wladimir Putin warnte die USA vor einem militärischen Eingreifen. Außenminister Sergei Lawrow erinnerte an Russlands Vetorecht im UN-Sicherheitsrat und warnte vor den Folgen für die syrische Zivilbevölkerung. “Jede nicht durch die internationale Gemeinschaft sanktionierte Intervention wird die Situation im Land lediglich verschlimmern”, so Lawrow.

Und so waren es dann auch russiche Medien, die am Montag zu einem Interview mit Assad nach Damaskus vorgelassen wurden. Dieser wies die Giftgasvorwürfe als “Nonsens” zurück und sagte das Scheitern jeglicher Intervention voraus.

Zuletzt hatte Assads Regierung die UN-Chemiewaffenexperten zu den angeblich betroffenen Gebieten vorgelassen. Gleich am ersten Tag geriet der Konvoi unter Beschuss. Nach Angaben der Vereinten Nationen habe das Team in Vororten von Damaskus dennoch wertvolle Daten zu den Giftgas-Vorwürfen sammeln können.