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Britische Geldpolitik: Eingeschränkt berechenbar

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Britische Geldpolitik: Eingeschränkt berechenbar

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Die britische Geldpolitik ist kein Automat, der bei weniger als sieben Prozent Arbeitslosenquote höhere Zinsen ausspuckt – das sagte der neue britische Notenbankchef Mark Carney sinngemäß in seiner ersten öffentlichen Rede. Er dämpfte Erwartungen, die Leitzinsen könnten früher steigen als von der Notenbank signalisiert. Im Gegenteil – sogar eine noch lockerere Geldpolitik sei möglich, falls erforderlich.

Mark Carney:

“Die Märkte denken vielleicht, dass die Arbeitslosigkeit schneller auf 7 Prozent sinkt als die Bank meint. Klar ist da jeder dafür, das Ziel unserer Politik ist eine Erholung so schnell wie möglich. Aber Politik baut nicht auf Hoffnung, sondern auf Erwartung. Das es so schnell geht, schätzen wir nur auf eins zu drei.”

Außerdem sei der Schwellenwert nur ein Gradmesser für den Zustand der britischen
Wirtschaft.

Im Moment sind 7,8 Prozent der Briten arbeitslos. Mit einem Rückgang auf maximal sieben Prozent rechnet die Notenbank erst im Jahr 2016.

Die kurzfristigen Marktzinsen waren trotz des Niedrigzinsversprechens der Bank of England in den letzten Wochen deutlich gestiegen, vor allem wegen der Aussicht auf eine geldpolitische Wende in den USA.

Mit Reuters, dpa