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Gedenken an Martin Luther King und fünfzig Jahre "I have a dream"

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Gedenken an Martin Luther King und fünfzig Jahre "I have a dream"

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Fünfzig Jahre ist es her, dass Martin Luther King bei einer riesigen Protestkundgebung von seinen Träumen für ein besseres Amerika ohne Rassentrennung sprach: Am gleichen
Ort, vor dem Lincolndenkmal in Washington, ist nun der “I-have-a-dream”-Rede des Bürgerrechtlers gedacht worden – einem Meilenstein in der Geschichte und für den Erfolg der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

Schwester und Tochter von King waren zu der Feier gekommen, Mitstreiter aus alten Zeiten, Prominente wie Oprah Winfrey, dazu die Altpräsidenten Bill Clinton und Jimmy Carter – und natürlich der derzeitige Präsident Barack Obama, der erste Schwarze im höchsten Amt der USA.

Durch den Kampf von damals sei Amerika freier und gerechter geworden, sagt Barack Obama – auch für Frauen, Latinos, Moslems, für Schwule, für Behinderte. Es habe sich für ihn selbst und für alle anderen verändert.

Die ganze Welt habe daraus Kraft gezogen, meint der Präsident weiter: Junge Leute hinter dem Eisernen Vorhang zum Beispiel, die dann die Mauer einrissen – oder junge Südafrikaner, die letztlich mit der Geisel der Apartheid Schluss machten.

Manche Träume von Martin Luther King sind fünfzig Jahre später wahr geworden, vieles bleibt aber noch zu tun, darauf weist auch Obama hin. Vor allem warnt er davor, die Entwicklung als einen Selbstläufer zu betrachten: Sie sei nicht mehr rückgängig zu machen, aber man müsse weiterhin wachsam sein, damit sie nicht zum Stillstand komme.