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Weltsicherheitsrat berät nun über möglichen Einsatz gegen Syrien

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Weltsicherheitsrat berät nun über möglichen Einsatz gegen Syrien

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Der Fall Syrien wird nun im Weltsicherheitsrat verhandelt. Großbritannien hat eine Entschließung vorbereitet: Der Rat soll damit laut Regierungschef David Cameron die “notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten” billigen.

Natürlich wäre damit auch ein Militäreinsatz möglich; und natürlich würde vor allem Russland, das genau das ablehnt, sein Veto einlegen. Es will sowieso erst den Bericht der Chemiewaffeninspekteure abwarten. Großbritannien hat aber diese Woche bereits angekündigt, man könne genauso gut auch ohne die UNO vorgehen.

Für den Chef der NATO ist zuerst einmal klar, dass Syriens Regierung große Mengen an Chemiewaffen besitzt: Und eine Vielzahl an Quellen, sagt Anders Fogh Rasmussen außerdem, deute darauf hin, dass die Regierung auch für die Chemiewaffenangriffe verantwortlich sei. Das sei ein klarer Verstoß gegen langjährige internationale Normen und Verhaltensweisen.

Als enger Verbündeter Syriens ist Iran gegen einen Angriff. Parlamentspräsident Ali Laridschani warnt vor einem Chaos in der Region, das auch die leichtgläubigen Länder dort ergreifen werde – eine Anspielung auf Unterstützer der syrischen Aufständischen wie Saudiarabien oder Katar, die es unter den islamischen Ländern ja ebenso gibt. Laridschani warnte auch davor, der Westen müsse sich bei einem Angriff Sorgen um Israel machen.

Israel seinerseits hat auf den Golanhöhen an der Grenze die Alarmstufe erhöht und dort weitere Truppen stationiert. Die Anhöhen gehören Syrien, Israel hält sie aber seit langem besetzt. Auch die Raketenabwehr ist in erhöhter Bereitschaft. Außerdem wurde
im Landesnorden eine zusätzliche Abwehrbatterie des “Eisenkuppel”-Abwehrsystems aufgestellt.