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Autos und Kamele: Filmfest von Venedig zeigt erste Wettbewerbsfilme

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Autos und Kamele: Filmfest von Venedig zeigt erste Wettbewerbsfilme

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Am zweiten Tag waren beim Filmfest von Venedig nun auch die ersten beiden der Wettbewerbsfilme zu sehen – der Filme also, deren Macher am Ende des Festivals auf die Auszeichnung mit dem Goldenen Löwen hoffen.

“Via Castellana Bandiera” aus Italien ist einer von ihnen: “Ein Film über ein Land, eine Gemeinschaft, das Zusammenleben von Menschen”, sagt Regisseurin Emma Dante, die auch selbst mitspielt. “Er könnte in Italien spielen, in Europa, es geht um einen Zustand, kein bestimmtes Land.”

Zwei Frauen blockieren sich mit ihren Autos in einer Gasse von Palermo, der “Via” aus dem Filmtitel. Ausweichen kann keine, zurück will keine – darum geht es den ganzen Film über: Und manche sehen darin durchaus das heutige Italien.

Der australische Film “Tracks” des Amerikaners John Curran zeigt nach einer wahren Geschichte den einsamen Marsch einer Frau durch die Wüste – von Alice Springs in der Mitte des Kontinents bis an die Westküste, zum Indischen Ozean. 1977 absolvierte Robyn Davidson diesen Marsch, aus dem sie danach ein Bestsellerbuch machte.

Sie habe seit sechs Jahren nicht mehr in ihrer Heimat gedreht, sagt die australische Hauptdarstellerin Mia Wasikowska. Dieser Dreh sei für sie zu einer interessanten Zeit in ihrem Leben gekommen, sie habe dadurch ihre Wurzeln wiederentdeckt.

Vier Kamele und ein Hund sind die einzigen Begleiter der Frau – neun Monate lang und über fast dreitausend Kilometer durch eine der letzten unberührten Gegenden der Erde.