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Chemiewaffeninspekteure setzen Arbeit in Syrien bis Freitag fort

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Chemiewaffeninspekteure setzen Arbeit in Syrien bis Freitag fort

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Die Chemiewaffeninspekteure der UNO in Syrien sind auch an diesem Tag unterwegs: Sie fahren erneut in den Vorort der Hauptstadt Damaskus, wo sie schon gestern zu Untersuchungen waren. Dort wollen sie nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff von letzter Woche weitere Proben von Überlebenden nehmen.

Bis Freitag würden die Inspekteure noch in Syrien arbeiten, sagt UNO-Generalsekretär Ban Ki-Mun bei einem Besuch in Österreich, den er nun aber wegen der Lage im Fall Syrien abbricht: Bis Sonnabend früh würden sie das Land verlassen haben und ihm dann sofort Bericht erstatten.

Angesichts der Hektik unter manchen westlichen Regierungen hatte Ban Ki-Mun schon gestern darum gebeten, doch erst einmal das Ergebnis dieser Untersuchungen abzuwarten. Trotzdem laufen die Vorbereitungen dieser Länder weiter, um in irgendeiner Weise reagieren zu können, sollte tatsächlich die syrische Regierung für den Giftgasangriff verantwortlich sein.

Er habe noch nichts entschieden, sagt Amerikas Präsident Barack Obama: Aber wenn man sich darauf einige, dass der Einsatz chemischer Waffen Folgen haben solle, dann würde die syrische Regierung ein deutliches Signal bekommen, dass sie so etwas besser bleiben lasse.

Im türkischen Incirlik herrscht reger Flugverkehr; der Fliegerhorst liegt nahe an Syrien, ist aber auch sonst ein wichtiger Stützpunkt für die amerikanische Luftwaffe in der Region, zum Beispiel für den Afghanistankrieg.

Auch in Jordanien sind amerikanische Kampfflugzeuge stationiert, die nach einem Manöver im Juni gar nicht erst wieder zurückgeholt wurden. Dazu kommen Kriegsschiffe der USA im Mittelmeer. Großbritannien hat jetzt Kampfflugzeuge nach Zypern geschickt – laut Regierung aber nur zur Verteidigung seiner beiden Militärstützpunkte, die britisches Gebiet sind, und nicht für einen Angriff auf Syrien.

Russland will da nicht abseits stehen: Es verlegt jetzt ebenfalls zwei Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer. Sie sollen laut Kriegsmarine dem Schutz des russischen Marinestützpunkts in der syrischen Hafenstadt Tartus dienen. Auch ein weiteres Schiff soll demnächst Kurs in das Gebiet nehmen.