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Kirgise an Beulenpest gestorben

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Kirgise an Beulenpest gestorben

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In Kirgisistan ist ein 15-jähriger Hirtenjunge an der Beulenpest gestorben. Dabei handelt es sich nach Auskunft offizieller Stellen um den ersten Fall seit 30 Jahren in dem zentralasiatischen Staat. Der Teenager scheint von infizierten Flöhen gebissen worden zu sein.

Temir Issakunov stammte aus einem Bergdorf im Nordosten des Landes, nahe der Grenze zu Kasachstan. Derzeit wird versucht, die Krankheit einzudämmen. Mehr als einhundert Personen wurden in Quarantäne geschickt, Straßen wurden gesperrt.

Die Einwohner der betroffenen Region sind beunruhigt. “Die Situation besorgt uns. Wenn die Regierung nicht genug Geld aufbringen kann, um die Gegend zu sterilisieren, wer wird uns dann helfen? Wer garantiert uns, dass sich das nicht im nächsten Jahr wiederholt, vielleicht noch schlimmer als jetzt?”, so Ichke Zhirgez aus dem Ort Askar Ozubekov.

Der “Schwarze Tod”, wie die Beulenpest auch genannt wird, war im Mittelalter in Europa für den Tod von rund 25 Mio. Menschen verantwortlich. Heute tritt diese Krankheit nur noch selten auf.