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Mugabe: Ein Greis muss erneuern

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Mugabe: Ein Greis muss erneuern

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Nach der Wahl ist in Simbabwe vor der Wahl. Die Sorgen des einfachen Mannes sind die gleichen, und der Präsident heißt natürlich wieder und immer noch Robert Mugabe.

Solomon Ngarivume ist Handwerker in der Hauptstadt Harare und verdient umgerechnet 150 Euro pro Monat. Er hat Mugabe gewählt und setzt darauf, dass der greise Machthaber zum Erneuerer wird. “Nach Mugabes Wahlsieg müssen jetzt Änderungen umgesetzt werden. Wir erwarten Verbesserungen und dass unser Leben leichter wird”, sagt Ngarivume.

In der vergangenen Woche wurde der 89 Jahre alte Mugabe für eine weitere Amtszeit vereidigt und ließ sich im Stadion von Harare von 50.000 Anhängern feiern.

Doch nach der Feier kommt die Arbeit. Zu tun gibt es genug, meint Analyst Takura Zhangazha:
“Nur gewählt zu werden, reicht nicht aus. Mugabe und seine Leute haben oft eine von Einheimischen bestimmte Wirtschaft in Aussicht gestellt. Jetzt müssen Taten folgen”, so Zhangazha. “Sie müssen zeigen, dass ihre Absichten tatsächlich demokratisch sind, dass die Menschen im Mittelpunkt stehen und dass sie die wirtschaftlichen Herausforderungen anpacken können.”

Mugabes Rivale Morgan Tsvangirai hatte seine Verfassungsklage gegen das Wahlergebnis zurückgezogen. Er vertraue der Justiz nicht, so der Oppositionsführer. Seine Einschätzung, bei der Abstimmung sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen, behielt er aber bei.