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Studie zeigt: auch E-Zigarette nicht ungefährlich

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Studie zeigt: auch E-Zigarette nicht ungefährlich

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Die elektrische Zigarette ist “in aller Munde”, als trendiger Glimmstängel, aber auch als Rettungsring für viele Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen. In Frankreich sorgt nun eine Untersuchung des Verbraucherschutzmagazins “60 Millions de consommateurs” für Bedenken. Auch E-Zigaretten können potenziell krebserregende Stoffe enthalten, schlussfolgern die Verfasser der Studie, bei der gut ein Dutzend verschiedene Modelle untersucht wurden.

Im Dampf der elektrischen Zigaretten stießen sie auf chemische Verbindungen wie Formol, Acetaldehyd und Acrolein. Die drei Substanzen werden als krebserregend eingestuft. Außerdem enthielt der untersuchte Dampf gesundheitsschädliche Metalle wie Blei, Kadmium, Aluminium, Chrom, Nickel, Zink und Zinn.

“Die E-Zigaretten sind nicht so harmlos, wie behauptet wird”, meint der Chefredakteur der Zeitschrift, Thomas Laurenceau. “Man sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen

Weil E-Zigaretten nicht als Anti-Sucht-Mittel, und damit als Arznei eingestuft werden, sind keine wissenschaftlichen Unbedenklichkeitsnachweise vor der Vermarktung nötig. Da kommt so manch einer ins Grübeln.
“Wenn es wirklich schädlich ist, höre ich ganz auf”, meint eine auf der Straße befragte Raucherin.
“Das ist immer noch besser, als richtige Zigaretten, die eindeutig krebserregende Stoffe enthalten”, tröstet sich ein anderer E-Zigaretten-Kunde.

Den französischen Verbraucherschützern zufolge gab es noch andere Sicherheitsmängel: zum Beispiel keine Sicherheitsverschlüsse bei den Nikotinkartuschen. Bemängelt wurden auch die unvollständigen Angaben der Hersteller über die tatsächliche Zusammensetzung des Produkts. Fazit: “60 Millions de Consommateurs” plädiert für eine strengere Reglementierung des elektrischen Qualms.