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Syrische Flüchtlinge hoffen auf militärische Hilfe von außen

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Syrische Flüchtlinge hoffen auf militärische Hilfe von außen

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Jordaniens Hauptstadt Amman – hier und im ganzen Land sind viele Syrer gelandet, die vor den Kämpfen in ihrer Heimat geflohen sind. Die Meinungen zu einem militärischen Angriff gehen auch bei ihnen auseinander.

“Wir sind für einen Angriff auf Syrien”, sagt ein Flüchtling; “wir wollen das Regime loswerden. Die haben Giftgas gegen ihre Leute benutzt, Kinder getötet, uns vertrieben und zu Obdachlosen gemacht. Hoffentlich hilft man uns, die loszuwerden.”

“Die werden die Soldaten aus den Kasernen herausholen”, meint ein anderer; “dann werden sie durch Zivilisten und Häftlinge ersetzt. Wir hoffen auf einen starken Militärschlag, der das Regime lahmlegt, ebenso wie die libanesische Hisbollahmiliz und Iran.”

Eine Syrerin, die hier lebt, sagt aber: “Ich bin dagegen, auch wenn das Regime schuldig ist. Wir brauchen eine friedliche Lösung: Bei einem Angriff werden nur noch mehr Menschen getötet. Es reicht, die Menschen haben kein Zuhause mehr.”

Ein anderer Nachbar, Israel, hätte eher etwas zu fürchten bei einer möglichen Reaktion der syrischen Armee – für die Israel ein in jeder Hinsicht naheliegendes Ziel wäre. Im Landesnorden stehen die Leute daher Schlange nach Gasmasken, wie tausende Menschen an diesem Donnerstag in Haifa.

“Es herrscht Panik”, sagt ein Mann hier, “weil es vielleicht heute oder am Wochenende einen Angriff auf Syrien geben wird: Und da will keiner ohne Gasmaske dastehen.”

Das ist allerdings nicht allen Israelis gleichermaßen wichtig, wie den Surfern am Strand von Tel Aviv. “Das Leben geht weiter”, sagt ein Surflehrer; “das Meer wartet auf uns, mit den Gasmasken hat es noch Zeit. Wir haben welche zuhause, aber das Leben geht weiter.”