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US-Schlag auf Syrien weiter offen - Obama bremst Erwartungen

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US-Schlag auf Syrien weiter offen - Obama bremst Erwartungen

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Während die Welt jederzeit mit einem US-Luftschlag auf Ziele in Syrien rechnet, hat Präsident Barack Obama die Erwartungen gebremst. Noch sei nicht klar, ob und wie die USA in den Syrienkonflikt eingreifen werden.

In einem Interview für das US-Fernsehen betonte er, dass bisher keine Entscheidung getroffen sei. “Aber ich glaube es ist wichtig, überhaupt eine zu treffen, damit der Einsatz von Chemiewaffen ein Nachspiel haben kann”, so Obama weiter. Erst dann empfange Assads Regime, dass in diesen Bürgerkrieg verstrickt sei und sich schützen wolle, ein starkes Signal, diesen Fehler nicht noch einmal zu begehen.

Unterdessen berichtet sas Magazin “Foreign Policy”, die USA hätten ein Telefonat syrischer Militärs abgehört – darin sei explizit von einem Chemiewaffenangriff mit 1000 Toten die Rede gewesen. Die USA sind womöglich schon längst im Bilde.

Ein von den USA begrüßter britischer Entwurf einer Syrien-Resolution kam bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Mittwoch nicht zur Sprache. Dieser hätte Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten vor Chemiewaffen erlauben sollen, Luftangriffe eingeschlossen. Der britische Außenminister William Hague zeigte sich dennoch unbeirrt. “Wir haben bereits unsere eigene starke Meinung davon, wer hier die Schuld trägt, nämlich das Assad-Regime. Für das Gegenteil haben wir keine plausible Erklärung. (…) Trotzdem ist es natürlich verständlich, dass einige Partner die Ergebnisse der UN-Inspektoren abwarten wollen. Das haben wir berücksichtigt.”

Noch bis Donnerstag sollen die UN-Chemiewaffenexperten noch in Syrien bleiben. Es wird wohl ihr Bericht sein, der entscheidet, ob aus dem Syrienkonflikt ein Krieg unter internationaler Beteiligung wird.