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Wenn alle Jobsucher Fachkräfte wären...gäbe es keine Arbeitslosen

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Wenn alle Jobsucher Fachkräfte wären...gäbe es keine Arbeitslosen

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Die Probleme hätte mancher in Südeuropa gerne: Der Mangel an Fachkräften kostet deutsche Mittelständler bis zu 33 Milliarden Euro Umsatz, jedes Jahr – so Zahlen der Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young. Nach deren Mittelstandsbarometer sieht mehr als die Hälfte der Mittelständler ihre Umsätze durch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften bedroht, besonders in den Sparten Handel, Bau- und Energie. Was tun?

Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen:

“Die Berufstätigkeit von Älteren nimmt erfreulich zu, die Aktivität von Frauen. Die Einwanderung von gut ausgebildeten Fachkräften entwickelt sich, das muss aber noch mehr werden.”

44 junge Spanier aus der Region Madrid sind schon angekommen – sie machen eine Ausbildung in der Region Frankfurt. Hier sind 400 Lehrstellen unbesetzt, 2020 vermutlich jede fünfte.

Sie wohnen – maximal bis Weihnachten – in einem Internat und bekommen Vorschläge für einen passenden Deutsch-Kurs. Alberto Coronado von der Handwerkskammer hilft auch beim Behördenkram.

Projektkoordinator Alberto Coronado:

“Die jungen Leute wissen nicht, wohin sie gehen können, sie haben keine Zukunft. Und deswegen hat man gedacht, das ist eine Möglichkeit, bei den Problemen in Spanien zumindest zu helfen und dass sie auch hier das Problem mit dem zukünftigen Mangel an Fachkräften lösen.”

Nach einer Studie für die Bundesregierung könnten in Deutschland demografiebedingt bis 2025 sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen.

Im August waren in Deutschland 2,946 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit – 32.000 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote: 6,8 Prozent – wie im Jahr zuvor.

Mit dpa