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Mostra: Ehrenlöwe für William Friedkin

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Mostra: Ehrenlöwe für William Friedkin

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Einen Goldenen Ehrenlöwen hat die Mostra in Venedig bereits vergeben, den für das Lebenswerk an den amerikanischen Kultregisseur William Friedkin. Mit Werken wie “French Connection” und “Der Exorzist” hat er Filmgeschichte geschrieben und Generationen von Kinogängern das Gruseln gelehrt.

Sein Film über eine Teufelsautreibung bei einem jungen Mädchen sorgte bei seinem Erscheinen 1973 für Schockreaktionen. Zuschauer wurden ohnmächtig, gerieten in Panik oder bekamen hysterische Anfälle.

Angeblich standen sogar Rettungswagen vorsorglich vor den Kinos. Noch heute gilt “Der Exorzist” bei vielen Kritikern als der “gruseligste Film aller Zeiten”.

Der große Durchbruch gelang Friedkin bereits 1971 mit dem Drogen-Thriller “French Connection”. Der Film erhielt fünf Oscars, unter anderem für den Hauptdarsteller Gene Hackman. Auf der Pressekonferenz vor der Preisverleihung geizte der Meister nicht mit guten Ratschlägen an die junge Generation.
“Wenn ihr an einer Filmschule seid, verlasst sie sofort!”, sagte Friedkin. “Kauft euch eine kleine Kamera, dreht einen Film, schneidet ihn zu Hause und stellt ihn auf eine Internetseite. Schert euch nicht um die Kritik, lasst einfach das Publikum entscheiden.”

William Friedkin hat über 30 Filme, Dokumentationen und Fernsehserien gedreht. Sein bis jüngster Streifen “Killer Joe” lief 2011 im Wettbewerb der Mostra.