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Demokratische Republik Kongo: M23-Rebellen ziehen sich zurück

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Demokratische Republik Kongo: M23-Rebellen ziehen sich zurück

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18 Monate haben sie um die Bergregion im Osten der Demokratischen Republik Kongo gekämpft. Jetzt haben sich die M23-Rebellen freiwillig aus dem Gebiet zurückgezogen und den Regierungstruppen das Feld überlassen. Grund dafür ist der Granatbeschuss des Nachbarlandes Ruanda, bei dem Zivilisten ums Leben gekommen waren. Die Rebellen wollen mit ihrem Rückzug aus dem Grenzegebiet eine unabhängige Untersuchung möglich machen die klären soll, wer für den Beschuss des Nachbarn verantwortlich ist. Die Rebellen und auch Ruanda beschuldigen die Regierung der Demokratischen Republik Kongo. Die macht wiederum die Rebellen für den Angriff verantwortlich. Außerdem ist man in Kinshasa davon überzeugt, dass Ruanda die M23-Rebellen im Kongo unterstützt, obwohl dies bestritten wird. Auch die UN, die mit Truppen vor Ort ist, um bei der Vertreibung der Aufständischen zu helfen, glaubt an eine Verbindung zwischen Ruanda und den M23-Kämpfern. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief das Land daher bereits zur Zurückhaltung auf. Der Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo führt mehr und mehr zu einer humanitären Katastrophe. Seit April 2012 wurden mehr als 800.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben und sind seitdem auf der Flucht.