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Erstes Urteil gegen Gruppenvergewaltiger in Indien

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Erstes Urteil gegen Gruppenvergewaltiger in Indien

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Das erste Urteil nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen Inderin ist gefallen: Der Minderjährige der Gruppe erhält die höchstmögliche Jugendstrafe. Inzwischen volljährig muss er drei nur Jahre in Haft. Nach Polizeiangaben lockte er am Abend des 16. Dezember die Studentin und ihren Begleiter in einen Bus. Als sich die Türen geschlossen hatten, fielen die Täter über sie her. Die Eltern des Opfers reagierten empört. Sie wollen alle Angeklagten hängen sehen und kündigten an, das Urteil anzufechten: “Wir sind nicht zufrieden mit dem Urteil. Wir wollen, dass er gehängt wird, da das Verbrechen, das er begangen hat, das eines Erwachsenen ist, nicht eines Jugendlichen,” sagte die Mutter des Ofers nach der Urteilsverkündung.
Die Vergewaltigung, an deren Folgen das Opfer zwei Wochen später starb hatte in ganz Indien Proteste ausgelöst.
Der Mordprozess gegen die volljährigen Verdächtigen dauert noch an; das Urteil wird in den kommenden Tagen oder Wochen erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass die Männer die Todesstrafe erhalten. Ein weiterer mutmaßlicher Täter wurde im März erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden.