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Reaktion der Bevölkerung auf einen möglichen Militärschlag in Syrien

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Reaktion der Bevölkerung auf einen möglichen Militärschlag in Syrien

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Auf den Straßen von Damaskus geht das Leben weiter, als wäre nichts geschehen. Das zeigen Bilder des staatlichen Fernsehens in Syrien. Sie vermitteln den Eindruck einer Stadt, die sich nicht um das zu kümmern scheint, was in Washington oder Paris passiert.

Ein Passant meint: “Seit zwei Jahren erwarten wir jederzeit einen Angriff aus Israel – wir sind an diese Situation gewöhnt. Schau dir die Menschen an: Sie sind entspannt.” Ein andere Passantin sagt: “Uns macht niemand Angst. Gott beschützt die syrische Armee. Mein Mann ist beim Militär. Gott beschütze sie alle.”

Eine völlig andere Situation zeigt sich in Jordanien. Im größten Flüchtlingscamp des Landes haben rund 120.000 Menschen eine Unterkunft gefunden, nachdem sie ihre Häuser in Syrien verlassen haben.

So auch Bilal Ammari, der sich eine Militärintervention wünscht: “Von Anfang an gab es eine Verschwörung gegen uns. Viele Länder wollen nicht helfen, weil das Regime wie eine Mafia ist. Es wird unterstützt von vielen Ländern rund um den Globus. Wir hoffen, dass der Militärschlag, selbst wenn er begrenzt ist, der Freien Syrischen Armee helfen wird, so schnell wie möglich die Kontrolle über viele Gebiete in Syrien zu gewinnen.”

Noch hat Washington nicht über eine Militärintervention
entschieden. Mit der Ausreise der letzten UN-Chemiewaffenexperten aus Syrien wächst allerdings die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Militärschlags.