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Charlie-Chaplin-Museum am Genfer See in Planung

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Charlie-Chaplin-Museum am Genfer See in Planung

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Vor hundert Jahren, 1913, unterschrieb Charlie Chaplin seinen ersten amerikanischen Filmvertrag und legte den Grundstein seiner weltweiten Karriere.

Demnächst soll es in der Schweiz ein Museum zu Ehren Chaplins geben in seinem Haus in Corsier-sur-Vevey, oberhalb des Genfer Sees. Dort verbrachte der geniale Filmemacher seine letzten 25 Jahre, nachdem er die USA verlassen hatte, um vor der antikommunistischen Hexenjagd zu fliehen.
Architekt Philippe Melan erläutert das Museumsprojekt: “Wir werden im Park Studios bauen, die die Geschichten seiner Filme und das gesamte Werk Charlie Chaplins erzählen mit einem modernen, interaktiven Ausstellungskonzept. Das Museum wird den Namen “Chaplin’s World” tragen.”

Der Ausstellungsort soll alle Facetten des Künstlergenies illustrieren, erklärt der kanadische Museumsdesigner Yves Durand.
“Dieses Museum will die Dimension seines Werks spürbar machen, das humorvoll und zugleich rührend ist. Charlie Chaplin war ein großer Humanist, seine Filme hatten einen tiefen sozialkritischen und humanistischen Charakter. Und diesen Standpunkt wollen wir hier in den Vordergrund stellen.”

Die Enkeltochter des Meisters, Laura Chaplin, ist an der Museumsgestaltung beteiligt. Sie lebt in England und der Schweiz und widmet ihr Leben dem Erbe des berühmten Großvaters. “Gegen Ende seines Lebens hatte er Angst, dass er in Vergessenheit geraten würde. Er hatte eine wichtige Botschaft. Das war ihm das Wichtigste, dass man sich an ihn und seine Botschaft bis heute erinnert.”

Nach langem Hin und Her nimmt das Museum nun konkrete Formen an. Es wird im Sommer 2015 seine Türen öffnen.