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Filmstars und Premieren auf dem Festival des amerikanischen Films in Deauville

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Filmstars und Premieren auf dem Festival des amerikanischen Films in Deauville

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Wenn sich der Sommer dem Ende neigt, trumpft das nordfranzösische Deauville mit einer ganz besonderen Mischung: Strandatmosphäre und Glamour. Das Weltkino ist zu Gast auf dem Festival des amerikanischen Films.
“Ein Blick auf die Liste der Namen im Wettbewerb und die Ehrenpreise macht deutlich, die 39. Ausgabe des Festivals des amerikanischen Films klingt ausgesprochen versprechend”, berichtet euronews-Reporter Giovanni Magi.

Hollywoodstar Michael Douglas und Regisseur Steven Soderbergh glänzten zum Auftakt des Festivals mit dem Eröffnungsfilm “Behind the Candelabra”. Douglas verkörpert darin den exzentrischen Klaviervirtuosen Liberace.
“Ich hatte viel Zeit, mich auf diese Rolle vorzubereiten”, so Douglas, “wegen meiner Krebsbehandlung wurde der Dreh um ein Jahr verschoben. Eine Person darzustellen, die tatsächlich existiert hat, ist eine große Verantwortung, für mich war es das erste Mal.”

“Behind the Candelabra” ist Steven Soderberghs vorerst letzter Kinostreifen. Der Regisseur plant einen Karrierewechsel.
“Meine Zukunft ist das Fernsehen. In einem Monat beginnt der Dreh einer 10-stündigen TV-Serie Namens” The Nick”. Sie spielt in einem New Yorker Krankenhaus um 1900, das wird sehr unterhaltsam.”

“Behind the Candelabra” konzentriert sich auf die geheime Beziehung des schwulen Entertainers zu einem Jahrzehnte jüngeren Mann, dargestellt von Matt Damon. Der Streifen lief erstmals auf dem Festival von Cannes und kommt Anfang Oktober in die deutschsprachigen Kinos.

Einer der Ehrenpreise des Festivals von Deauville in diesem Jahr ging an die australische Filmdiva Cate Blanchett. Die Charakterdarstellerin mit der stattlichen Filmografie, die Liste reicht von “Elizabeth” über “Herr der Ringe” bis “Aviator”, enthüllte ihren Namen vor einem der Badehäuschen an der berühmten Strandpromenade des Küstenorts. Welches ihre Lieblingsrolle sei, fragte euronews-Reporter Giovanni Magi die kühle Schöne.
“Ich versuche, mich in keine von ihnen zu verlieben. Wichtiger ist die Erfahrung beim Dreh des Films. Ich war begeistert von Ron Howard bei “The Missing” in Santa Fe. Und fand es fantastisch in San Francisco mit Woody Allen und seiner Gang. Todd Hanes war toll und Steven Soderbergh, der auch hier zu Gast war. Ich würde liebend gerne wieder mit ihm drehen, sollte er das Kino doch nicht aufgeben.”

“Blue Jasmine” heißt Cate Blanchetts aktueller Film, vorgestellt in Deauville.
In dem von Regiemeister Woody Allen inszenierten Streifen spielt sie eine verwöhnte New Yorker Hausfrau, die nach der Trennung vom Ehemann bei der Schwester in San Francisco landet. Dargestellt wird diese von Sally Hawkins.
Der Film kommt im November in die deutschsprachigen Kinos.

Für viel Wirbel sorgte in Deauville die Vorstellung des Dramas “The Butler” von Lee Daniels. Der Streifen schildert das Leben eines Butlers im Weißen Haus, der acht verschiedenen Präsidenten dient und die Emanzipation der Schwarzen miterlebt. Forest Whitaker spielt die Hauptrolle.

“Diese Rolle zu erarbeiten war eine schwierige Herausforderung, es gab mehrere Hürden zu überwinden”, erklärte Whitaker bei der Presskonferenz. “Lee hat die Rolle auf eine lange Zeitspanne angelegt, was einen Alterungs- und Reifeprozess der Figur bedeutet, im Lauf der Erfahrungen. Aber dieser Prozess, selbst wenn er schwierig war, hat mir eine große innere Freude bereitet.”

Das historische Drama vor dem Hintergrund der Bürgerrechtsbewegung, das angeblich US-Präsident Obama zu Tränen rührte, rangiert seit seinem Start an der Spitze der US-Kinocharts und wird schon jetzt als Oscar-Kandidat gehandelt.

Deutschsprachiger Filmstart ist der 10. Oktober.