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Merkel gegen Steinbrück: Ein TV-Duell auf Augenhöhe

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Merkel gegen Steinbrück: Ein TV-Duell auf Augenhöhe

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Angela Merkel und Peer Steinbrück haben drei Wochen vor der Wahl in Deutschland in einem TV-Duell für sich geworben. Erste Umfragen zeigen: Es gibt keinen klaren Gewinner. Merkel und Steinbrück diskutierten sehr sachlich und verzichteten auf persönliche Angriffe.

Neben innenpolitischen Themen kamen auch die Rettungspläne für Griechenland zur Sprache. Steinbrück kritisierte die Politik der Kanzlerin in der Eurokrise. “Ich hätte eine andere Krisenstrategie verfolgt, das ist doch der Ausgangspunkt. Ich hätte gesagt, natürlich muss es zu einer Konsolidierung der öffentlichen Haushalte kommen, aber nicht in einer tödlichen Dosis für diese Länder. Was übrigens zunehmend erkannt wird – auch in den Reihen der CDU-CSU, dass diese Dosis tödlich sein kann. Aber sie muss doch begleitet werden in einer Doppelstrategie durch Impulse für diese Länder. Von mir aus nennen wir das einen Marshall-Plan Zwei.”

Steinbrück versprach den Wählern einen neuen Aufbruch nach vier Jahren Stillstand unter Schwarz-Gelb. Merkel betonte in ihrem Schlusswort: “Sie kennen mich und Sie wissen, was ich anpacken möchte und wie ich das mache, wir hatten vier gute Jahre für Deutschland und ich möchte, dass auch die nächsten Jahre gute Jahre werden. (…) Ich möchte ein Deutschland, dass als größte Volkswirtschaft Europas sich dafür einsetzt, Mittler und Partner zu sein, gerade jetzt in Zeiten der Krise.”

Bei Twitter sorgte vor allem die schwarz-rot-goldene Halskette von Merkel für viel Gesprächsstoff. Viele klagten über Langeweile.
Nach dem Duell sahen sich beide Parteien als Sieger, für die Experten und Journalisten war es ein Unentschieden, das letzte Wort haben die Wähler am 22. September.