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Militärschlag gegen Syrien: Obama wartet ab

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Militärschlag gegen Syrien: Obama wartet ab

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Der angedrohte Militärschlag der USA gegen Syrien lässt auf sich warten. Präsident Barack Obama will den US-Kongress über den Angriff entscheiden lassen. Die Abgeordneten sind jedoch zur Zeit in Sommerpause und werden erst am 9. September über einen Einsatz beraten. Ihre Zustimmung gilt zudem nicht als sicher.

Der Republikaner Michael Burgess aus Texas sagte: “Wir haben viele Informationen bekommen. Pro und Kontras. Meiner Ansicht nach ist die Sache noch nicht entschieden. Es ist nicht etwas, das man leichtfertig beschließen sollte.” Auch Janice Hahn, die demokratische US-Senatorin aus Kalifornien, zögert: “Ich finde den Einsatz von chemischen Waffen furchtbar. Wir wissen jedoch, dass auch in anderen Fällen chemische Waffen eingesetzt wurden und wir keine militärische Operation gestartet haben. Ich hoffe, dass folgende Frage beanwortet werden kann: Gibt es einen anderen Weg, um den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zur Verantwortung zu ziehen? Denn darum geht es der internationalen Gemeinschaft.”

Die arabischen Staaten sind in der Syrien-Frage zerstritten. Während die Golfstaaten einen Militärschlag befürworten, sind die nordafrikanischen Länder eher dagegen. Bei einer Konferenz der arabischen Liga in Kairo appellierten die Außenminister lediglich an die Vereinten Nationen, dieses Verbrechen, für das das syrische Regime die Verantwortung trägt, nicht ungesühnt zu lassen.