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Neue Fragen um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima

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Neue Fragen um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima

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Im Umkreis des havarierten Kernkraftwerks Fukushima ist weit höhere Strahlung gemessen worden als zuvor bekannt war. Das liegt aber offenbar vor allem daran, dass bei den bisherigen Messgeräten der Messbereich zu klein war. Der neue Wert, der an einigen Stellen ermittelt wurde, ist nun bis zu achtzehnmal so hoch.

Selbst wenn das stimme, sagt Shunichi Tanaka, der Chef der japanischen Aufsichtsbehörde, sei es keine Gamma-, sondern Betastrahlung, die nichts durchdringen könne. Fünf bis zehn Millimeter Kunststoff reichten als Schutz, ebenso Schuhe aus Leder. Es passiere nichts, selbst wenn man dort für einige Zeit stehe.

Ob wieder einer der Wassertanks leckt, ist unbekannt. Die Reaktoren müssen mit großen Wassermengen gekühlt werden; danach ist auch das Wasser verstrahlt. Es wird daher in großen Tanks gelagert; gerade erst liefen aus einem der Tanks dreihundert Tonnen hochverstrahltes Wasser aus. Ein Teil davon floss in das Meer.

Die Aufsichtsbehörde kündigt nun auch an, man werde künftig möglicherweise verstrahltes Wasser auch in das Meer ablassen. Das werde man aber nur tun, wenn die Strahlung unter die zulässigen Grenzwerte gefallen sei. Dabei halte man sich an international übliche Werte, wie sie für Brauchwasser aus Kernkraftwerken angewendet würden.

Die Behörde baut dabei allerdings auf das Klärsystem ALPS, das aber seit Monaten nicht mehr funktioniert. Darüberhinaus kann ALPS zwar eine Vielzahl von radioaktiven Stoffen herausfiltern, aber kein Tritium. Damit, so Behördenchef Tanaka, seien auch noch zusätzliche Maßnahmen nötig, die sie aber nicht benannte.