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Proteste in Rumänien gegen Gold- und Silberabbau

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Proteste in Rumänien gegen Gold- und Silberabbau

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In mehreren rumänischen Städten haben Menschen gegen ein Gold- und Silberbergwerk im Landeswesten protestiert, in Rosia Montana. Die Regierung will der kanadischen Firma Gabriel Resources erlauben, die dortigen Vorkommen abzubauen. Nun muss das Parlament zustimmen, in dem die Regierung aber die klare Mehrheit hat.

Das Bergwerk soll Ende 2016 in Betrieb gehen. Es bringt nach Firmenangaben neunhundert Arbeitsplätze, in der Bauphase sogar mehr als zweitausend. Der Staat würde ebenfalls profitieren: Er ist über eine Gemeinschaftsfirma mit Gabriel Resources an dem Vorhaben beteiligt und würde später Abgaben kassieren.

Das Edelmetall würde allerdings im Tagebau gefördert, also aus offenen Gruben; dazu noch mit einer umstrittenen Methode: Das Gold würde aus dem Gestein mit giftigem Zyanid gelöst. Diese Methode führte in Rumänien schon einmal zu einer Umweltkatastrophe, im Jahr 2000 in der Stadt Baia Mare.

Etliche Menschen müssten umgesiedelt werden. Kritiker sehen Schäden sowohl für die Umwelt als auch für die Kulturlandschaft, mit alten Bergbaustollen noch aus der Zeit der Römer. Seit jener Zeit ist Rosia Montana schon wegen seiner Goldvorkommen bekannt; zuletzt wurde hier noch in der kommunistischen Zeit und bis nach der Wende abgebaut.