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Der Transfer-Markt boomt

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Der Transfer-Markt boomt

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Das Fußball-Geschäft boomt. Der Weltfußballverband FIFA hat in seinem Transfersystem im Jahr 2013 nach eigenen Angaben bislang gut 10.450 internationale Spielerwechsel registriert. Dabei wurden Ablösesummen im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro gezahlt. Das meiste Geld floss mit 172 Millionen Euro von Spanien nach England – inklusive des 100 Millionen-Euro-Transfers von Gareth Bale von Tottenham Hotspur zu Real Madrid.

Immerhin auf 64 Millionen Euro brachte es der Transfer von Edinson Cavani vom SSC Neapel zu Paris St. Germain, für schlappe 60 Millionen wechselte Radamel Falcao von Atletico Madrid zum AS Monaco.

Während die Gesamtzahl der Transfers im Vergleich zum Vorjahr fast gleichblieb, stiegen die Transferzahlung um 29 Prozent. Besonders gestiegen sind seit 2011 die Kommissionszahlungen an Agenten. Hier registrierte die FIFA in ihrem System ein Plus von 80 Prozent: 128 Millionen Euro strichen die Berater demnach 2013 ein.

Bisher teuerster Deutscher im Spielerkarussel ist Mesut Özil. 50 Millionen Euro legte Arsenal auf den Tisch, um den Mittelfeldspieler nach London zu holen. Die meisten Spielertransfers wurden von Portugal nach Brasilien und von Argentinien nach Chile getätigt.

Für Jungstar Neymar verlief es umgekehrt: Er wechselte für 57 Millionen Euro vom brasilianischen FC Santos zum spanischen FC Barcelona. Doch längst wird auch Kritik an den Monstersummen laut. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff etwa äußerte sich zum Rekordtransfer des Walisers Gareth Bale mit den Worten: “Das sind Zahlen, die man nicht mehr begreifen kann. Wir müssen aufpassen, dass es im Fußball keine Preisspirale gibt, bei denen die kleinen Vereine kaputtgehen.”

Auch die Deutschen ließen sich nicht lumpen. Die Bayern lockten den spanischen Star-Trainer “Pep” Guardiola für ein geschätztes Jahresgehalt von 15 Millionen Euro nach München und zwar mindestens drei Jahre lang.

Nahezu bescheiden scheint der Wechsel von Kaká zu sein: Um wieder für Milan spielen zu können, verzichtet der 31-Jährige auf 60 Prozent seines Gehalts. In Mailand verdient er nur noch 4 Millionen Euro netto im Jahr. Als Ablöse haben Real Madrid und der AC Mailand eine Summe von maximal 5 Millionen Euro vereinbart.

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