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Japans Regierung verspricht Geld für havariertes Kernkraftwerk Fukushima

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Japans Regierung verspricht Geld für havariertes Kernkraftwerk Fukushima

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Japans Regierung hat viel Geld versprochen, um mit den Zuständen im havarierten Kernkraftwerk Fukushima fertigzuwerden. Dabei geht es vor allem um die enormen Mengen an verstrahltem Wasser, die sich dort ansammeln; jeden Tag kommen hunderte Tonnen dazu. 360 Millionen Euro sollen nun helfen.

Das Kraftwerk war vor zweieinhalb Jahren durch die Flutwelle nach einem Erdbeben teilweise zerstört worden. Die geschmolzenen Reaktorkerne müssen mit großen Mengen an Wasser gekühlt werden, das danach verstrahlt ist, ebenso wie an diesen Stellen das Grundwasser.

Das Wasser wird in provisorischen Tanks gesammelt. Letzten Monat liefen dreihundert Tonnen radioaktives Wasser aus einem dieser Tanks aus; dem Betreiber zufolge läuft auch fortgesetzt verstrahltes Wasser ins Meer. Messungen im Umfeld der Tanks waren bis vor kurzem unzulänglich. Eine Anlage, die das verstrahlte Wasser weitgehend reinigen soll, funktioniert nicht wie erhofft. Diese Anlage soll nun mit einem Teil des Geldes flottgemacht werden.

Mit dem Großteil des Geldes soll ein Schutzwall in der Erde eingezogen werden, rund um die betroffenen Kernreaktoren: Dieser Wall, für den Erde hartgefroren wird, soll verhindern, dass sich Grundwasser mit dem radioaktiven Kühlwasser vermischt und verstrahltes Wasser ins Meer läuft. Die Methode wird zum Beispiel beim Bau von
U-Bahntunneln angewendet, ist aber in diesem Maßstab und auf lange Dauer unerprobt.