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Lateinamerika verlangt Erklärung zur NSA-Überwachung

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Lateinamerika verlangt Erklärung zur NSA-Überwachung

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Empörung in Lateinamerika: Der US-Geheimdienst NSA soll die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef und den späteren mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto ausspioniert haben. Dies berichtete der brasilianische Fernsehsender Globo unter Berufung auf Informationen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.

Luiz Figueiredo, Brasiliens Außenminister, erklärte: “Wir haben bereits mit mehreren Ländern Kontakt aufgenommen, Entwicklungsländer und wirtschaftsstarke Länder wie Russland, China und Indien, um über die Überwachung zu sprechen, denn es ist etwas, das uns alle betrifft.”

Mexikos Außenministerium hat bereits eine Protestnote nach Washington geschickt. Außenminister Jose Antonio Meade kündigte an: “Wir werden mit dem US-Botschafter sprechen. Wie bereits bei früheren Gelegenheiten, werden wir jegliche Beziehung, die nicht das Gesetz berücksichtigt, verurteilen.”

Den jüngsten Enthüllungen zufolge hörte die NSA u.a. Gespräche des jetzigen mexikanischen Präsidenten über die Bildung seines Kabinetts ab. Rousseff wird unterdessen Ende Oktober zu einem Staatsbesuch in den USA erwartet. Ob sie an den Plänen festhält ist unklar.