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Microsoft kauft Nokias Handysparte

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Microsoft kauft Nokias Handysparte

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Ein Riese wird nun noch ein Stück größer. Die 1975 von Bill Gates und Paul Allen in der elterlichen Garage gegründete Firma mischt mit der Nokia-Übernahme die Branche auf. Schon lange ist Microsoft nicht mehr nur Software und PC. Mit der neuen Generation von Geräten, mit Smartphones und Tablets rundet ein Branchenriese sein Angebot ab. Das erscheint logisch in einer Zeit, da vor allem mit diesen neuen Geräten viel Geld zu verdienen ist. Und so sieht nun die Verteilung der Marktanteile weltweit aus:
Unter dem Namen “Lumia” verkauft Nokia weiterhin Software. In diesem Markt hat Windows Phone 3,3% der Anteile. Der langjährige Smartphone-Primus Blackberry ist in Schwierigkeiten und damit weg vom Fenster. Über eine Nokia-Übernahme war schon seit 2011 spekuliert worden, als Windows-Phone bei Nokia als einziges Smartphone-Betriebssystem eingeführt wurde. 14 Jahre lang hatte der einstige Hersteller von Gummistiefeln in der finnischen Provinz ganz vorne mitgespielt auf dem Markt für Mobiltelefone. Bis 2012 Samsung Nokia mit der höchsten Zahl verkaufter Geräte den Rang ablief.

Nokia machte Verluste, während Apple, ein anderer Gigant der Branche, erfolgreich sein iPhone auf den Markt brachte. Mit der Nokia-Übernahme verfolgt Microsoft nun eine ähnliche Strategie wie der Konkurrent Apple. Der Verbraucher bekommt zur gut eingeführte Software nun auch die Geräte, auf denen diese Software die jeweils modernsten Anwendungen erlaubt. Wozu dann natürlich auch die Spiele-Konsolen gehören. Microsoft hat ja bereits mit Xbox eine eigene Konsole auf dem Markt . Nun kommen auch eigene Tabletts und Smartphones dazu. Alles aus einer Hand, gewissermaßen. Bleibt nur noch die Frage, ob denn neben den beiden Giganten Apple und Google auf dem Markt der mobilen Telekommunikation noch Platz ist für einen dritten Globalplayer. Spätestens in drei Monaten beim Weihnachtsgeschäft werden sich erste Hinweise erkennen lassen.