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Roboter, die helfen, anpacken und einstecken

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Roboter, die helfen, anpacken und einstecken

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Alles, was das Herz des Roboterfans höher schlagen lässt, hatte die jüngste Internationale Roboter Messe in Taiwan zu bieten: künstliche Intelligenz für Industrie, Transportwesen oder den Privatgebrauch, Roboter, die im Haushalt anpacken und den Menschen durch das Labyrinth des Alltags helfen.

Eines der vielversprechenden Projekte im medizinischen Bereich ist das Exoskelett, eine automatisierte Gehilfe, die Querschnittsgelähmten ermöglicht, auf beiden Beinen zu stehen und sich autonom fortzubewegen.

Dieses Modell wiegt 23 Kilogramm und stammt vom Forschungsinstitut für industrielle Technologien in Taiwan. Die Bewegungen werden durch ein Keypad unter dem Krückengriff kontrolliert. Die Batterien für den Betrieb trägt der User zusätzlich im Rucksack. Das Exoskelett soll für gut 7500 Euro auf den Markt kommen.

“Diese Gehhilfe ist für Patienten bestimmt, die von der Hüfte abwärts gelähmt sind”, erklärt Wu Cheng-Hua. “Die künstlichen Beine helfen dem Träger, aufzustehen und zu gehen. Sie sind mit vier Motoren ausgestattet, zwei auf Kniehöhe und zwei an der Hüfte und imitieren die natürlichen Bewegungen des menschlichen Beins. Damit kann sich der Patient fortbewegen, die Gehhilfe bietet zusätzliche Sicherheit vor Unfällen im Vergleich zu anderen Methoden.”

Schattenboxen kann man mit den niedlichen kleinen Kampfrobotern, eine durchaus sportliche Beschäftigung, bei der nicht der Mensch, sondern die Maschine Kinnhaken und Seitenhiebe einsteckt.
Mithilfe der Bewegungssteuerung Kinect werden die Gesten der Testperson erfasst und per Computer auf die Roboter im Ring übertragen.
Dem chinesischen Hersteller zufolge nicht nur reine Spielerei, die Anwendung eigne sich durchaus auch für die militärische Nutzung, meint Shayne Lo von der Firma Shayang Ye Industrial.
“Diese Roboter werden durch Bewegungssensoren gesteuert. Der Roboter folgt den Befehlen und führt die Gesten aus, schlägt zu, dreht sich um oder steht wieder auf.”

In der Industrie sind hoch präzise Lastenroboter gefragt, die unförmige oder zerbrechliche Gegenstände wie rohe Eier behandeln und sicher ans Ziel befördern.
Ein mit Kamera und Computer ausgestatteter Roboterarm kalkuliert den genauen Standort des Objekts und führt die Gesten aus. Ganz gleich, wie groß oder schwer das Objekt ist. Selbst kleinste Accessoires, sogar der Zuckerkuss auf der Sahnetorte, lassen sich auf diese Weise millimetergenau manipulieren.

“Wir benutzen 3D Sensoren, um die Position der Objekte zu berechnen und analysieren diese Informationen mit einer Grafik- und Designsoftware”, erläutert Wu Chin-Chia vom Forschungsinstitut für industrielle Technologien. “Die vom Computer berechneten Gesten und Strecken werden dann vom Roboterarm ausgeführt.”

Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl lassen sich mehrere Greifarme aufeinander abstimmen und tanzen zu Musik ein ganz besonderes Roboterballett.