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Armenien tritt Zollunion mit Russland bei

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Armenien tritt Zollunion mit Russland bei

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Armenien wendet der EU den Rücken zu und tritt einer von Russland dominierten Zollunion bei. Ein Assoziierungs- und Freihandelsabkommen mit Brüssel, über das verhandelt worden war und das im Spätherbst unterzeichnet werden sollte, kommt somit nicht mehr in Frage. Nach Gesprächen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin sagte der armenische Präsident Sersch Sargsjan, er habe dem Beitritt seines Landes zur Eurasischen Wirtschaftsunion zugestimmt. Wirtschaftlich hängt die frühere Sowjetrepublik am Tropf Moskaus, wo eine millionenstarke Diaspora lebt. “Russland hat auf eine Reihe seiner Nachbarn Druck ausgeübt”, so der britische Europaabgeordnete Charles Tannock. “Hätte der armenische Präsident in Moskau erklärt, er wolle der EU näher rücken, so hätte es das Ende der russischen Sicherheitsgarantien bedeutet.” Russland hat Tausende Soldaten in Armenien stationiert. Mit wirtschaftlichem Druck will der Kreml auch die Ukraine zum Beitritt der Zollunion zwingen, die auch auf ein Assoziierungsabkommen mit einer Freihandelszone mit der Europäischen Union hofft.