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EU will verstärkt gegen "Schattenbanken" vorgehen

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EU will verstärkt gegen "Schattenbanken" vorgehen

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Die EU will die Lehre aus der Finanzkrise ziehen und die Geldmarktfonds unter Kontrolle bringen. Diese alternativen Kapitalgeber sollen künftig ebenso wie Banken bestimmten Kapitalregeln unterliegen. Die Geldmarktfonds sollen Kapitalpuffer erhalten, um bei möglichen Panikverkäufen nicht ins Wanken zu geraten.

Schattenbanken sind rechtlich keine Banken, doch sie beschaffen Geldmittel und stellen solche bereit. Nach dem Willen von EU-Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier sollen sie nicht geknebelt werden, sondern künftig normal funktionieren. Transparenz sei ebenso notwendig wie eine gute Kontrolle. Wegen der Risiken, die Schattenbanken eingingen, bedürfe es bestimmter Vorkehrungen und Garantien.

Den Plänen der EU müssen zunächst das Europaparlament und die Mitgliedsstaaten zustimmen. Die Vorschläge sollen auch beim Gipfeltreffen der G-20-Länder Donnerstag und Freitag im russischen Sankt Petersburg erörtert werden.