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Irak: Sechzehn Mitglieder einer Großfamilie erschossen

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Irak: Sechzehn Mitglieder einer Großfamilie erschossen

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In Irak sind sechzehn Mitglieder einer Großfamilie erschossen worden, vor allem Frauen und Kinder. Die Familie gehörte der schiitischen Glaubensrichtung des Islam an. Ob das etwas mit den Morden zu tun hatte, ist ebenso unbekannt wie alles andere. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Latifija südlich der Hauptstadt Bagdad.

Erst gestern waren in Irak bei einer Serie von Anschlägen mehr als sechzig Menschen getötet worden, vor allem in Bagdad. Ziele waren Wohnviertel sowohl mit mehrheitlich sunnitischer als auch schiitischer Bevölkerung. Vor einer Woche gab es ebenfalls eine ähnliche Anschlagsserie.

Nach Angaben der UNO wurden letzten Monat in Irak rund achthundert Menschen getötet. Die Gewalt im Land ist damit so grausam wie seit langem nicht mehr, seit den erbitterten Angriffen von Schiiten und Sunniten aufeinander in den Jahren 2006 und 2007. Damals wurden in manchen Monaten über dreitausend Menschen umgebracht. Viele befürchten, dass es nun wieder so weit kommen könnte.