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25. Ausgabe des Festivals "Visa pour l'Image"

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25. Ausgabe des Festivals "Visa pour l'Image"

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Das Festival “Visa pour l’Image” im südfranzösischen Perpignan ist eine der wichtigsten, dem Fotojournalismus gewidmeten Veranstaltungen und feiert in diesem Jahre das 25. Jubiläum. Viele Besucher sind Stammgäste des Festivals. Dieses ältere Ehepaar hat seit 1989 keine Ausgabe verpasst. “Man wird hier mitunter besser informiert, als in den Nachrichten”, meint der Mann. Und die Stimmung hier sei wirklich sehr sympathisch, fügt seine Frau hinzu.

Gut 30 Ausstellungen stehen in der ganzen Stadt auf dem Programm. Sie zeigen Fotos, die bewegen und zum Teil schockieren. Manche sind um die Welt gegangen, andere entdeckt der Besucher erst hier in Perpignan, erläutert Festivaldirektor Jean-François Leroy. “Wir zeigen eine Mischung mit sehr harten Bildern, manche sind kaum zu ertragen. Aber so ist nun mal die Wirklichkeit. Ich sage immer, nicht die Fotos sind unerträglich, sondern die Situation, die sie darstellen.”

Zum Beispiel der Konflikt in Syrien, der seit Mai 2011 einhunderttausend Todesopfer gefordert hat. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Oder aber die Bilder des Fotografen Rafael Fabrés. Er lebt und arbeitet in Rio und dokumentiert in seiner jüngsten Fotoserie die Befriedungsprogramme der staatlichen Sicherheitskräfte in den Elendsvierteln der Stadt.
Bis zur Fußball-WM 2014 (und den zwei Jahre später stattfindenden Olympischen Spielen) sollen die Favelas von Drogenbanden gesäubert werden. Für manche ein Segen, für andere eine Vertuschung gravierender sozialer Probleme.

Das Foto Festival geht bis zum 15. September. Die Veranstalter rechnen mit gut 230 Tausend Besuchern.