Eilmeldung

Eilmeldung

Chinas Reise zum Mond

Sie lesen gerade:

Chinas Reise zum Mond

Schriftgrösse Aa Aa

Der Mond bekommt bald wieder Besuch. Noch vor Jahresende will die chinesische Weltraumagentur CNSA eine Sonde auf dem Erdtrabanten landen lassen und mit einem Rover die Oberfläche erkunden. “Chang’e-3” heißt die Mission. In der chinesischen Mythologie ist das der Name einer Mondgöttin.
Dank eines neuen Abbremssystems soll die Sonde sanft auf der Oberfläche landen. Dann kommt der Rover zum Einsatz. Das Gefährt hat Platz für 20 Kilogramm Fracht, ist mit mehreren Instrumenten ausgerüstet und soll drei Monate auf dem Himmelskörper aktiv sein.

Vor der neuen Sonde hatte China bereits in den Jahren 2007 und 2010 zwei gleichnamige Vorgängermodelle zu Beobachtungsmissionen Richtung Mond geschickt.

“Das Detektorensystem stand im Mittelpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeiten”, erklärt der für das Design der Sonde zuständige Wissenschaftler. “80 Prozent der Technologien sind neu. Um die fünf Hauptsysteme zu entwickeln, brauchten wir sechs Jahre. Alle Vorbereitungen liefen nach Plan.”

Während ihrer Beoabachtungsmission soll die Sonde in Echtzeit Videoaufnahmen von der Mondoberfläche machen und Bodenproben analysieren. Auch mögliche Lebensbedingungen sollen eingeschätzt werden in Vorbereitung einer bemannten Mondmission – angeblich noch vor dem Jahr 2025.

Nach Abschluss der Planungs- und Konstruktionsphase laufen nun die Startvorbereitungen. Anfang Dezember soll die Rakete mit der Sonde an Bord abheben.