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Euro-Partner gefasst auf drittes Hilfspaket für Griechenland

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Euro-Partner gefasst auf drittes Hilfspaket für Griechenland

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Die Europäische Zentralbank lässt den den Leitzins auf seinem Rekordtief von 0,5 Prozent – und hält sich wegen der Unsicherheit über die Konjunktur und den Syrien-Konflikt alle Optionen offen.

Auch weil der Zentralbankrat nicht einig ist, wie es weitergeht – plauderte EZB-Präsident Mario Draghi aus dem Nähkästchen.

Einige Ratsmitglieder wollten wegen der jüngsten Lichtblicke am Konjunkturhimmel nicht mehr über eine Zinssenkung sprechen, so Draghi. Andere meinten hingegen, dass die Erholung der Konjunktur noch zu dünn sei, um eine Zinssenkung auszuschließen.

EZB-Präsident Mario Draghi:

“Die wirtschaftlichen Aussichten für die Eurozone haben möglicherweise weiter Schlagseite nach unten. Der EZB-Rat bekräftigt, dass er die Leitzinsen für einen längeren Zeitraum auf der gegenwärtigen Ebene erwartet – oder darunter.”

Luftlinie 318 Kilometer von Frankfurt entfernt wurde Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem deutlicher zu den Risiken. Heißt vermutlich: Drittes Hilfspaket für Griechenland. Konkrete Maßnahmen oder Zahlen nannte er nicht. Die Euro-Partner stünden aber bereit, so Dijsselbloem im Wirtschafts- und Währungsausschuss des
Europaparlaments in Brüssel.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem :

“Es ist klar, dass Griechenlands Probleme trotz der jüngsten Fortschritte im Jahr 2014 nicht, und ich wiederhole NICHT vollständig gelöst sein werden. Es ist realistisch anzunehmen, dass zusätzliche Unterstützung über das Programm hinaus nötig werden wird.”

Er habe nicht über neue Kredite für
Griechenland gesprochen – also Geld aus dem Euro-Rettungsschirm, präzisierte
der Eurogruppenchef und stellte in Aussicht, dass die Euro-Partner der
Regierung in Athen bei den Schulden entgegenkommen könnten.

Neben Griechenland dürfte auch Irland weitere Hilfe der internationalen Geldgeber erhalten. Hier geht es um die
Unterstützung bei der Rückkehr an die Finanzmärkte Anfang 2014.

Mit dpa, Reuters