Eilmeldung

Eilmeldung

Zerrüttetes amerikanisch-russisches Verhältnis überschattet G20-Gipfel in St. Petersburg

Sie lesen gerade:

Zerrüttetes amerikanisch-russisches Verhältnis überschattet G20-Gipfel in St. Petersburg

Schriftgrösse Aa Aa

Das zerrüttete amerikanisch-russische Verhältnis hängt wie eine dunkle Wolke über dem diesjährigen G-20-Gipfel in St. Petersburg. Seit ihrem Treffen beim G8-Gipfel in Nordirland im Juni, sind sich Barack Obama und Wladimir Putin in Schlüsselfragen uneinig.

euronews-Reporter James Franey fasst zusammen: “Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind auf einem neuen Tiefpunkt. Man ist sich uneins im Fall Edward Snowden, bei Menschenrechten, Handel und wie in der Syrien-Krise vorzugehen sei. Das Verhältnis zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin hat sich so sehr verschlechtert, dass es offiziell heißt, es gebe keine Pläne für Vieraugengespräche in den kommenden zwei Tagen.”

Mehr noch: Ein geplantes Treffen mit Putin vor den Gipfel sagte Obama ab. Statdessen traf er sich mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Frederik Reinfeldt in Stockholm.

Aus dem Weißen Haus hieß es, es gebe für ein Treffen nicht genügend Bewegung in der bilateralen Agenda.

Ein besonderes Problem stellt hierbei der Fall Edward Snowdon dar, meint David Shorr, Experte für US-Außenpolitik der Stanley Foundation: “Am dramatischten war möglicherweise die Snowdon-Affäre. Da die USA im umgekehrten Fall Verdächtige nach Russland ausgeliefert hat, wurde das wirklich als echter Affront empfunden, nehme ich an.”

Der Streit der beiden Supermächte lässt die eigentlichen Schwerpunkte des Gipfels in den Hintergrund rücken: die Regulierung von Schattenbanken und der weltweite Kampf gegen Steuerbetrug und legale Steuerumgehung. Zudem soll der “St.-Petersburg-Aktionsplan” für mehr Wachstum und Beschäftigung verabschiedet werden.