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G20: Neuer Fonds soll Schwellenländer retten

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G20: Neuer Fonds soll Schwellenländer retten

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“Die gesamtwirtschaftliche Situation in der Welt wird als fragil eingeschätzt,” so der Eindruck der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G20-Gipfel. Die Krise sei noch nicht vorbei.

Gerade verfallen die Währungen von Schwellenländern, wegen der Aussicht auf eine Zinswende in den USA. Höhere Zinsen machen Anlagen in den USA für Investoren wieder attraktiver.

Die fünf größten Schwellenländer vereinbarten den Aufbau eines 100 Milliarden Dollar schweren Devisentopfes, um sich abzusichern.

James Franey, euronews:

“Vor vier Jahren waren die G20-Staats-und Regierungschefs einig im Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Heute sind sie vorsichtig optimistisch. Aber nicht einig, wie mit möglichen Erschütterungen umzugehen ist, wenn die Federal Reserve ihr Stimulus-Programm einstellt.”

Allein die Aussicht auf ein Ende der Geldschwemme hatte – neben der Syrienkrise – viele Währungen in den Keller geschickt, allen voran die indische Rupie.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist froh, dass seine Kundschaft offenbar aus dem Gröbsten raus ist:

“Wir hätten gern, dass das Wachstum der Wirtschaft in den Schwellenländern so gut wie möglich mit dem des Produktionspotentials mithält. Tatsächlich erkennen sie jetzt gerade, dass es Probleme gibt – und die sind nicht in allen Ländern die gleichen. Um sie müssen sie sich kümmern – die Schwellenländer haben schließlich das globale Wachstum angetrieben. Und das sollte auch so bleiben.”

Für den neuen Währungsfonds sagte China mit seinen gigantischen Währungsreserven 41 Milliarden Dollar zu, den größten Beitrag. Brasilien, Indien und Russland wollen jeweils 18 Milliarden beisteuern, Südafrika 5 Milliarden Dollar.

Bei einem Währungsverfall wie jüngst in Indien könnte der Fonds intervenieren, indem er an den Devisenmärkten Rupien aufkauft, um den Kurs zu stabilisieren.

Mit Reuters